Bücher, die jeder gelesen haben sollte...

    • hallo Leseratten

      Moiin!

      Ich finde, dieses Thema verdient es, wie so viele andere auch, wiederbelebt zu werden.
      Darum hier mein Beitrag dazu.

      Das erste Buch oder besser Buchzyklus, den ich hier vorstellen möchte, ist von einer Autorin, die mir sehr am Herzen liegt. Anne McCaffrey
      Neben einer Unzahl weiterer Werke, die ich hier unmöglich im einzelnen besprechen kann ist von ihr im Heyne Verlag die "Drachenreiter"- Saga erschienen. [X]
      Diese Bücher sind fesselnd auf eine Weise, wie ich es bisher selten erlebt habe.
      Der Autorin gelingt es den Bericht von einer vor langer Zeit von Menschen besiedelten Welt immer wieder in packende Geschichten abgleiten zu lassen.
      So wird man mitgezogen durch die Abenteuer der wechselnden Hauptdarsteller dieser sich über mehrere Generationen erstreckenden Saga.
      Stück für Stück offenbaren sich die Ursprünge dieser Welt und es entfaltet sich ein Spannungsbogen von der mittelalterlichen Drachensaga zur hochtechnologischen Expansion ins Universum.
      Auf einer Skala von 1 (verbrennen) bis 10 (ich tausche mein Haus gegen das nächste Buch) ist dies ne glatte 9
      Die Reihe besteht aus sage und schreibe 18 Bänden. Was es zu einem Vergnügen für Leseratten macht, da das Ende lange außer Sicht bleibt.


      Es gibt noch einiges in meiner Bibliothek, das ich hier in nächster Zeit vorstellen möchte.
      Wenn ich den ein oder anderen Bücherwurm damit motivieren kann, das eigene Bücherregal für uns zu öffnen währe es mir eine Freude.
      Jannick
      :stud
      Manche schweigen nicht weil sie nichts zu sagen hätten
      Sondern weil sie die Erfahrung gemacht haben
      Das eine gebrüllte Meinung mehr wiegt
      Als eine geflüsterte Warheit
    • @ Jannick,

      da mit dem "Wiederbeleben" hast du wirklich Recht gesprochen. :wackler


      Vor Kurzem habe ich nach langer Zeit einmal wider eine (Taschen-) Buchreihe über Vampire gefunden, die es Wert ist, erwähnt zu werden. :)

      Es sind (mittlerweile) drei Bände, die vom deutschen Autor Oliver Szymanski stammen:

      Nacirons Vampire (Underworld´s Children)

      Band 1: Sakrileg
      Band 2 : Blutlinie
      Band 3: Himmelfahrt

      Band 1. und 2 kann ich sehr empfehlen da es auch Begebenheiten aus der europäischen Geschichte mit einbezieht. :read

      Band 3 wurde erst kürzlich geordert und da kann ich noch nichts zu sagen.
      Bestimmt wird darin aber wie schon in den ersten Bänden gekonnt die Geschichte um die uralte Vampirfürstin "Aliana" und ihrem durch eine Laune des Schicksals ewigen menschlichen Begleiters "Hilo", genannt "Naciron" weitergeführt. :wackler

      Weiterführender Link: Amazon



      Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt.

      Artur C.Clarke
    • hallo Leseratten

      Der zweite Autor, den ich hier vorstellen möchte, ist Christian Jacq.
      Ein französischer Ägyptologe aus der Näher von Paris.
      Aus den Fakten, die durch die Funde aus der Zeit der Pharaonen gesichert sind stellt er die Biografien der damals Mächtigen zusammen
      und reichert sie mit Geschichten aus deren Leben an wie es hätte sein können.
      Auf diese Weise entsteht ein lebendiges Bild aus der Zeit der Pharaonenkönige. [Wiki]
      Neben diversen weiteren Erzählungen aus dem alten Ägypten möchte ich hier besonders auf die Bücher "Ramses eingehen"
      Erschienen im Rowolt Verlag sind dies:

      Der Sohn des Lichts
      Der Tempel der Ewigkeit
      Die Schlacht von Kadesch
      Die Herrin von Abu Simbel
      Im Schatten der Akazie

      Diese fünf Bände bilden die komplette Lebensgeschichte des König Ramses II unter dessen Regentschaft das alte Ägypten seine höchste Blüte erlebte.
      Angefangen bei der Bevorzugung in der Tronfolge durch seinen Vater Sethos was den Neid und ständige Intrigen seines Bruders Chenar zur Folge hat.
      Bis zu seinem Tod und dem darauf folgenden Niedergang des Reiches nach 66 Jahren Amtszeit.
      Christian Jacq lässt uns teilhaben am Leben des ägyptischen Königshauses. Mit all seinen Ränken und Intriegen, den Kreuzzügen gegen Libyen und Hattuscha.
      Jedoch sind es gerade die kleinen Dinge, wie die Sorge um seine Haustiere und die Freundschaft mit alten Schulkameraden, die diesem Roman Leben einhauchen.
      Auf meiner Liste (von 1 bis 10) bekommt dieser Zyklus eine 7+.

      bis demnächst Bücherwürmer
      viel Spaß beim schmökern
      Jannick
      :stud

      @Aurora
      Hey!
      Toll, das so schnell eine Reaktion kommt.
      Da hätte ich jetzt gar nicht mit gerechnet.
      Aber schön zu wissen, das ich nicht der einzige bin, der noch den Geruch von bedrucktem Papier mag.
      Szymanski`s von dir vorgestellte Bücher sind mir auch bekannt. Ich habe sie wirklich gern gelesen.
      Wenn du Vampire magst, dann werd ich in meiner nächsten Vorstellung darauf eingehen.
      bis bald
      Manche schweigen nicht weil sie nichts zu sagen hätten
      Sondern weil sie die Erfahrung gemacht haben
      Das eine gebrüllte Meinung mehr wiegt
      Als eine geflüsterte Warheit

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jannick ()

    • Jannick schrieb:

      Aber schön zu wissen, das ich nicht der einzige bin, der noch den Geruch von bedrucktem Papier mag.
      Ich denke du wirst erstaunt sein, wie viele hier im Forum förmlich "Bücherwürmer" sind.......^^........ohne ein paar Seiten am Abend vorm Einschlafen wäre ich selber (wie auch "Aurora", die aber zumeist dann wissenschaftliche Abhandlungen studiert....) wenig zufrieden....
      Hauptsächlich lesen wir aber am Wochenende (immer abwechselnd wegen den Kindern) schon einige Stunden verschiedene Werke.....wobei Aurora wie auch ich selbst Bücher in gedruckter Form bevorzugen.....diese neumodischen elektronischen Lesegeräte (Kindle und Co.) stehen wir eher ablehnend gegenüber....

      Jannick schrieb:

      Wenn du Vampire magst, dann werd ich in meiner nächsten Vorstellung darauf eingehen.
      Auweia......^^.....sie kennt sowohl schon "Nosferatu" (Ur-Form....nicht das Werk mit Klaus Kinski in der Hauptrolle....^^) wie auch alle Werke von Anne Rice (die leider nicht mehr Vampir-Storys schreibt....)
      Gute Vampir-Geschichten faszinieren sie schon länger....liegt daran, das es auch in ihrer Heimat entsprechende Geschichten gibt......

      Noch lieber hat sie aber "schweren" Science-Fiction-Stoff.......a la Stanislaw Lem oder Isaac Asimov.....was den Meisten von Uns nur Kopfschmerzen bereiten würde....^^



      Weiter im Thema:

      Edgar Allan Poe dürfte wenigstens vom Namen her ein Begriff sein......^^.....Schöpfer unter anderem von bekannten Gedichten wie der Rabe:



      Einst, um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und traulich
      müde über manchem alten Folio lang vergess'ner Lehr'-
      da der Schlaf schon kam gekrochen, scholl auf einmal leis ein Pochen,
      gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her.
      "'s ist Besuch wohl", murrt' ich, "was da pocht so knöchern zu mir her -

      das allein - nichts weiter mehr.......

      Quelle

      Momentan lese ich ein Band, was aus meiner Familienbibliothek stammt und eine einmalige Sonderausgabe war.......von 1962 und gut erhalten.... die Seiten (nicht auf schrottiger Zellulose die sich in einigen Jahen von slebst auflöst was die meisten Bücher leider heute aufweisen) werdn auch nur mit Baumnwollhanschußuhen umgeblättert.....ein echtes Lesevergnügen....und ein Garant für leises Gelächter seitens "Aurora" die es amüsant findet wenn ich diese Dinger im Bett anhabe....^^

      Dieses Buch gibt es in dieser Form kaum mehr (nur über Antiquariate , was sehr teuer werden dürfte..) daher kann ich auch keinen Link dazu setzen....allerdings gibt es die Geschichtchen durchaus noch einzeln (mit etwas Recherchenaufwand) zu erwerben....

      Beisppiel: " Ligeia "


      Die Engel, die uns schickt das Paradies,
      Sie sehn dem Spiel von Angst und Hoffnung zu,
      Wie im Theater fließen ihre Zähren,
      Un das Orchester spielt Musik der Sphären,
      In Moll dazu.....
      Ein Genuss diese Geschichten vom Altmeister der phantastischen Literatur und der Lyrik!.....weitere schriftstellerische Großmeister wie H. P. Lovecraft und Jules Verne wurden durch ihm mit beeinflusst.....
      Zwei meiner Konstrukte (Falstaff und Puck) können neben Shakespeare auch auf Wunsch Edgar Allan Poe mit rezitieren....ein echtes Vergnügen ihnen zu lauschen.....^^
    • geschrieben mit breitem Grinsen

      Hey hey Leseratten!
      Was geschieht denn hier gerade?
      Seid 10 Tagen schreib ich im Ei mit dem Eindruck der Unsichtbare zu sein, weil kaum einer auf meine Texte reagiert.
      Und dann sowas. Also setze ich mich um 3.°° Uhr morgens hin um zu antworten. :D

      Vorab: Auf die Erwähnung der Filme gehe ich hier nicht weiter ein. Erstens soll es wirklich um Lesestoff gehen und zweitens
      wissen wir was von Verfilmungen zu halten ist. Bis auf extrem wenige Ausnahmen ist es noch keinem Regisseur gelungen dem Autor gleich zu kommen.

      Wenn ich Namen wie Lem, Asimov oder Poe höre, fallen mir Dinge ein wie Ijon Tichy, Gesetze der Robotik und Das Pendel.
      Und als ich dann noch von deiner Familienbibliothek lesen durfte bekam ich endgültig feuchte Augen.
      Musst du auch, wenn du ein altes Buch in die Hand bekommst erstmal die Nase reinstecken und tief einatmen?
      Versuch das mal mit nem Kindle

      Ich habe es bei der Einrichtung meiner momentanen Wohnung endlich geschafft ein Lesezimmer einzurichten in dem in friedlichem Einklang
      Neues neben Altem steht. Von Asimov über Stepen Hawking und Karl May bis zu Alexander Solschenizyn und Marion Zimmer Bradley
      findet sich dort alles was meine Phantasie zum singen bringt. Ein Abend mit einer Flasche Wein und einem Buch kann schon mal bis zum
      nächsten Morgen dauern. Und wenn ich ganz viel Glück habe und fleißig bin wird mein Jakob irgendwann auch dazwischen landen.

      Die Freude, die du mit dem alten Band der Werke von Edgar Allan Poe hast kann ich gänzlich nachvollziehen.
      Ich bin selbst stolzer Besitzer dreier solcher "Schätzchen"
      Zum einen ein alter Atlas von 1847. Manchmal wird er vorsichtig entfaltet um die Karten mit heutigen zu vergleichen.
      Oder auch nur um die phantasievollen Zeichnungen zu bewundern.
      Dann eine Erstausgabe des Till Eulenspiegel. Leider verbietet ihr Zustand eine zu häufige Handhabe.
      Aber den wenigstens einmal gelesen zu haben konnte ich mir nicht verkneifen.
      Als letztes ein Kochbuch aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg von meiner Ur-Ur-Großmutter. Darin außerdem etwa fünfzig lose Blätter;
      handgeschrieben in altdeutscher Schrift mit Rezepten aus der Zeit. So zu kochen hat einen ganz eigenen Reiz.

      Deine Erwähnung von Jules Verne kann ich hier ebenfalls nicht übergehen. Niemals werde ich das Geräusch der umblätternden Seiten
      vergessen, als mein Großvater mir im Bett diese Geschichten vorlas. Schweißgebadet bin ich nachts aufgewacht weil der Krake, dieses
      Monster, mein U-Bot so umschlungen hatte das die Nieten flogen.

      Bevor ich jedoch endgültig abschweife, will ich zum Grund kommen aus dem ich hier so spät / früh noch sitze.
      Vom Ergeiz gepackt will ich trotz deiner Warnung versuchen Aurora einen Roman nahe zu bringen, der das Thema Blutdurst auf eine etwas
      weniger dunkle Art und Weise behandelt.

      Jacqueline Lichtenberg hat mit ihrem Sime / Gene Zyklus einen ganz neuen Ansatz gefunden mit Vampirismus und den damit verbundenen
      Verflechtungen umzugehen. Leider bin ich nur im Besitz des ersten Bandes. Schon der hat mich so gefesselt, das ich in den späten 70er
      Jahren, damals leider offline, vergeblich versuchte weitere Bände zu bekommen.

      "Genetische Mutation hat die Menschheit in zwei verschiedene Lager gespalten: In Gens und Simes. Die Simes können nur leben, wenn sie
      einen Stoff aus dem Blut der Gens entnehmen, was diese leider nur selten überleben. Einzig das Haus Zeor, ein Familienclan der Simes,
      kennt eine Methode, bei der der Spender am Leben bleiben kann. Doch diese gilt als abtrünnig und pervers..."


      [Link]


      Das uralte Thema wird in die Zukunft transferiert ohne die klassischen Abhängigkeiten zwischen Vampiren und ihren Opfern zu stark abzuwandeln.
      Vielmehr gelingt es der Autorin durch die Änderung der Umgebung ein neues Licht auf die Verbindung der Beiden Seiten zu werfen.
      Diese Idee ist später noch mehrmals mit mäßigem Erfolg aufgegriffen worden.

      Mit Rücksicht auf die Tatsache, das mir nur der erste Band bekannt ist bekommt diese Reihe von mir eine stark ausbaufähige 8

      bis bald Bücherwürmer
      und immer ein Buch
      in Reserve behalten
      Jannick
      :stud
      Manche schweigen nicht weil sie nichts zu sagen hätten
      Sondern weil sie die Erfahrung gemacht haben
      Das eine gebrüllte Meinung mehr wiegt
      Als eine geflüsterte Warheit
    • @ Jannick,


      vielen lieben Dank für den Hinweis mit dem Sime/Gene -Zyklus. :)
      Bislang habe ich noch nichts davon gelesen und werde mir das einmal genauer anschauen. :read

      Mein Mann hat nur einen Film (Nosferatu) erwähnt weil er wusste, wie sehr dieser oftmals abgelehnt wird.
      In der Tat ist es so, das kaum eine Verfilmung wirklich an das geschriebene Werk herankommt.

      Es gibt da einen schönen Spruch (auch) im Deutschen: "Gedrucktes ist nicht tot!"
      Das bedeutet, das gute Autorinnen und Autoren die Gabe haben, die Geschichten in unsren Köpfen (weiter-) entwickeln zu lassen. :stud

      Eines der ältesten "Bände" mit handgeschrieben Seiten ist meine Familienchronik.
      Mitunter über 800 Jahre alt und wegen dem Zerfall der Seiten oftmals noch im selben Jahrhundert restauriert (neu geschrieben) worden.

      Solche Werke sind heute hinter Panzerglas und gegen Licht, Feuer, Kälte und Feuchtigkeit, wie auch Temperatur-Unterschiede geschützt.
      Weder digital irgendwo "eingelesen" noch werden sie jemals den Weg in "elektronische Welten" finden.



      Momentan lese ich zur Ablenkung ein Werk, was immer wieder auch zum Lachen reizt. =)
      Es stammt von einem (leider verstorbenen) britischen Schriftsteller und dürfte Einigen mit bekannt sein:

      The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy
      (im Deutschen als "Per Anhalter durch die Galaxis" bekannt)

      Douglas Noel Adams erschuf diese wunderbaren (Kopf-) Welten und ist bekannt gewesen wegen seinen mitunter schrägen, aber liebevollen Humor.
      Sehr zu empfehlen, seine Werke. :wackler



      Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt.

      Artur C.Clarke
    • hallo Leseratten

      Da bin ich schon wieder.
      Darf ich zu Anfang eine kleine Bitte stellen?
      Meine Intension lag darin allen Bücherwürmern die Möglichkeit zu geben, Schriften die sie begeistert und/oder beeinflusst haben hier vorzustellen.
      Damit neben all der spannenden Diskussion über Autoren und ihre Werke, und natürlich auch dem was uns in diesem Bezug sonst noch bewegt,
      die vorgestellten Titel nicht untergehen, wäre es schön den Autor und Titel etwas hervorzuheben. Eine kurze persönliche Stellungnahme und ein
      [Link] zu weiterführenden Informationen würde die Sache abrunden.
      Ich will damit auf keinen Fall Diskussionen unterbinden. Ganz im Gegenteil. Schriftstellerei ist Kultur in ihrem ursprünglichen Sinne. Und so auch Komunikation.
      Ich möchte es Quereinsteigern auf diese Weise nur erleichtern einen Zugang zu finden.



      @Aurora
      800 Jahre Familiencronik! Ich denke dir ist klar, welch hervorragende Seltenheit du da besitzt.
      Ich selbst bin als Letzter meiner Familie grade mal in der Lage unseren Stammbaum bis ins späte 18. Jahrhundert nachzuvollziehen. Da verliert sich
      die Linie in der Gegend der Ukraine und Rumänien. Also ganz in der Nähe des dir wohl bekanten Vlad Szepesh dem Pfähler.


      Die Idee über Wesen, die sich an Menschen nähren scheint auf der ganzen Welt bekannt zu sein. In Indien und Sri Lanka sind dies Dämonen, die in
      ihre Abhängigkeit geratenen Kindern die Aura stehlen wodurch sie dumm und apathisch werden.


      In Indonesien hörte ich Geschichten von Flußgeistern, die zu wagemutigen Schwimmern in den Körper fahren um so dessen Freunde des Nachts zu
      überfallen.


      Wenn ich mich recht erinnere ist deine Herkunft Japan oder? Es überrascht mich nicht, nun zu hören, das es auch dort eine art von Vampir gibt. Leider
      hatte ich bis jetzt nie Gelegenheit diese Kultur, zu der wir so viele Beziehungen haben und die trotzdem so fremd ist, kennen zu lernen. Die Ähnlichkeiten
      was z.B. das wirtschaftliche Voranstreben betrifft im Gegensatz zu den Unterschieden beispielsweise in der Religion macht mich auf eine Weise neugierig,
      die mich über kurz oder lang wohl wieder in die Welt hinauszieht.


      Zurück zu den Büchern:
      Es ist schön, das du dich neben den eher schwer verdaulichen Sachen welche vorab erwähnt wurden auch an dem Humor eines Adams erfreust.
      Sicher wird dir dann auch meine heutige Vorstellung ein Begriff sein.


      Terry Pratchett arbeitet nun seid knappen 30 Jahren an dem kleinen Universum der Scheibenwelt. In losem Zusammenhang entstanden hier
      über die Jahre eine Vielzahl von Geschichten über die Bewohner einer fiktiven Welt deren Gesetzmäßigkeiten sich stark von den uns bekannten unter-
      scheidet. Die sympatische Ignoranz ihrer Bewohner macht einen Großteil des Lesevergnügens aus. In einer Welt, in der Technik eine gleichberechtigte
      Rolle neben der Magie einnimmt, ergeben sich überraschende Komplikationen auf die die liebenswerte Verschrobenheit ihrer Bewohner zurück zu führen ist.


      Ein großer Lesespass dem sich kein Freund des feinen Humors entziehen kann. Die Bücher der Scheibenwelt als Ganzes bekommen auf meiner Skala eine 8+


      Scheibenwelt [Wiki]
      Terry Pratchett [Wiki]






      Wie immer am Schluß
      Wünsche ich euch
      viel Spass beim Schmökern.


      Jannick

      :stud
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      Sondern weil sie die Erfahrung gemacht haben
      Das eine gebrüllte Meinung mehr wiegt
      Als eine geflüsterte Warheit

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    • Hallo Leseratten

      Hier kommt meine nächste Vorstellung.
      Wieder bin ich beim Stöbern im Lesezimmer auf einen schreibenden Wissenschaftler gestoßen.
      Robert T. Bakker ist Paläontologe. Er studierte unter dem berühmten John Harold Ostrom an der Yale University.
      Bakker war derjenige der als erster postulierte das Dinosaurier nicht wie damals angenommen wechselwarme Riesenechsen seien
      sondern warmblütige, aufrecht gehende Verwandte unserer Vögel.


      Mit seinem Roman Raptor Red setzt er seine Thesen in der Lebensgeschichte des Raptorenweibchens Red um.
      Spannend geschrieben führt uns diese Geschichte in die frühe Kreidezeit. Wir begleiten Red die grade ihren Partner verloren hat
      bei ihrem Überlebenskampf. Nicht nur Revierkämpfe und die Tatsache, ohne Jagdpartner auskommen zu müssen sind bedrohlich.
      Auch Krankheiten und Parasiten erschweren ihre Existenz.


      [Wiki]


      Publishers Weekly schreibt dazu:
      Aufregend, kühn und von höchstem Unterhaltungswert. Man wird so schnell keinen Roman finden, der das wahre Leben der
      Dinosaurier treffender beschreibt.


      Wer Interesse an Drachen hat und auch ihre RL-Brüder spannend findet, der wird dieses Buch mögen.
      Die faktische Korrektheit und Bakkers erzählerisches Können bringen auf meiner 10er-Skala eine 7.


      Als dann Bücherwürmer,
      immer neugierig bleiben


      Jannick
      :stud


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      Sondern weil sie die Erfahrung gemacht haben
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      Als eine geflüsterte Warheit
    • Hallo Leseratten

      Heute scheint es meiner ramponierten Hand wieder etwas besser zu gehen.
      Darum kommt heute nach viel zu langer Pause die nächste Vorstellung von Büchern die mich beeindruckt haben.

      Manche wissen das mich der Buddhismus und Asien im allgemeinen stark geprägt haben.
      Heute schreibe ich über das Buch, welches den ersten Kontakt zu dieser Kultur hergestellt hat.

      Es handelt sich um Heinrich Harrers Bericht von seiner Himalaiaexpedition, die ihn während des zweiten Weltkrieges
      über Gefangenschaft in englischen Internierungslagern und mehreren Fluchten bis nach Tibet und schließlich nach Lhasa verschlug.
      Sein Buch Sieben Jahre in Tibet ist ein Bericht dieser Reise und der Ereignisse in Tibet, die ihn schließlich zum Freund des Dalai Lama machten.


      Ich kann nicht viel älter als zehn gewesen sein als mir dieses Buch in die Hände fiel.
      Der Anfang liest sich wie jeder andere Reisebericht. Dann der Ausbruch des Krieges und Internierung in Indien.
      Das war für mich als Knirps schon spannender. Schließlich die gelungene Flucht und die beschwerliche Wanderung durch den Himalaia bis Tibet.


      Heinrich Harrer ist kein Worteschmied, der es versteht mit wohldurchdachten Sätzen Gefühle und Emotionen in uns zu wecken.
      Er beshreibt in seiner nüchternen Sprache die Zeit, die er in Lhasa verbringen durfte und trotzdem bemerkt man bald auf jeder Seite dieses
      Buches seine tiefe Verbundenheit mit dem Land, seinen Bewohnern und der wohl friedlichsten Kultur die es gibt.


      Ich hatte selbst vor 25 Jahren das Glück diese Reise nachvollziehen zu können. Ich habe Lhasa und den Palast des Dalai Lama, den Pottalah, sehen dürfen,
      bevor die Chinesen begannen alles mit Beton und Teer zuzubomben. Mittlerweile ist aus dem kleinen Gebirgsstädchen eine wimmelnde Großstadt geworden.
      Die chinesische Annektionspolitik ist gelinde gesagt menschenverachtend. Hier geschieht ein Xenozid und niemand reagiert darauf.
      Bevor ich mich aufrege wieder zum Buch


      Detailreich schildert Harrer die immer enger werdende Beziehung zum damals noch sehr jungen Dalai Lama. Er war es, der in dem Jungen das Interesse für
      westliche Kulturen weckte. Durch die wachsende Einflußnahme Chinas wurden er und sein Freund Peter Aufschneiter schließlich gezwungen zusammen mit dem
      Dalai Lama das Land zu verlassen.
      Wieder in Indien endet der Bericht.
      Ich habe dieses Buch viele Male gelesen. Es war sogar mit in Tibet und als ich den Leuten, wo ich untergekommen bin den Titel übersetzte und den Namen des Autors nannte
      wurde ich gleich zum zweiten Mal aufs herzlichtste empfangen. (nebenbei: meine Gastgeber waren Cinesen)
      Mit jedem Lesen dieses Buches änderte sich über die Jahre mein Blickwinkel.
      Und trotzdem hat es mich jedes Mal begeistert.


      Wiki: Heinrich Harrer SS und CIA

      Wiki: die Verfilmung


      Eine objektive Bewertung fällt mir schwer.
      Es ist nicht herausragend geschrieben aber das worum es in diesem Buch geht, hat die Weltgeschichte beeinflußt.
      Nicht das Buch aber Heinrich Harrers Persönlichkeit haben mit Sicherheit Einfluss auf den Umgang des Dalai Lama mit der westlichen Kultur gehabt.
      Um ein Verständnis für die Öffnung des Buddhismus nach Westen zu entwickeln und das gegenseitige Interesse zu verstehen ist Sieben Jahre in Tibet sicher ein guter Einstieg.


      So bekommt dieses Buch auf meiner Zehnerskala eine vorsichtige 8.


      Ich hoffe, bei dem einen oder anderen ein wenig Interesse wecken zu können.
      Trotzdem soll das hier kein Monolog werden.
      Ihr habt sicher auch eigene Bücher die ihr toll findet. Stellt sie vor.
      Ihr habt zu manchem sicher auch ne andere Meinung als ich. Widersprecht mir.
      Lob wird auch gern genommen aber wenn sich eine Diskussion entspinnt, ist das
      das beste was hier passieren kann :D

      bis bald Bücherwürmer

      Jannick
      :stud
      Manche schweigen nicht weil sie nichts zu sagen hätten
      Sondern weil sie die Erfahrung gemacht haben
      Das eine gebrüllte Meinung mehr wiegt
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jannick ()

    • Und wieder eine Bildungslücke. Ich habe deinen Beitrag und den kurzen Welt-Artikel gerade verschlungen. Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung! :thumbup


      mfg
      Paarthurnax: Wisst Ihr warum ich mich hier auf dem Hals der Welt niedergelassen habe?
      Dovahkiin:     Ich weiß nicht, Drachen mögen doch Berge, oder?
      Paarthurnax: Hmmm. [Pause] Das ist wahr.


      When in danger or in doubt, dragonshout!
    • Hallo Leseratten

      Hier ein weiteres Fundstück aus meinem Bücherregal.
      Larry Niven`s Ringwelt gilt mittlerweile als ein Klassiker der modernen Sience Fiction.
      Die Geschichte beginnt mit dem Geburtstag von Luis Wu. Einem Menschen der mittels Teleportkabinen der Datumsgrenze hinterherreist um diesen Tag auszudehnen.
      Er ist mit weit über 200 Jahren der Welt ältester Bürger und somit erwiesenermaßen überlebensfähig. Luis trifft auf seiner Teleporterwanderung auf weitere Wesen mit
      besonderen Fähigkeiten. So ist da ein junges Mädchen, dem scheinbar das Glück durch eine Nachkommenschaftslotterie, deren Ergebnis sie in zehnter Generation ist,
      angezüchtet wurde. Weiter ist da ein K`zin, eine extrem aggressive Katzenrasse, deren Botschafter dieser ist; und somit der friedlichste Vertreter seiner Spezies. All diese
      Werden entführt von einer Gruppe Puppetiers. Einer als extrem vorsichtig (um nicht zu sagen feige) bekannten Rasse, die seid jahrtausenden auf der Flucht sind vor der
      Explosiion des Galaktischen Zentrums.
      Die Gruppe macht sich auf zur Erforschung eines Fundes der Puppetiers. Der Ringwelt. Ein Sonnensysthem, dessen Planeten zu einem gigantischen Ring um das Zentral-
      gestirn umgebaut wurden.
      Die Reise dorthin, der Absturz auf die Ringwelt, die dort zu bestehenden Gefahren und schließlich die Flucht und Rückreise bilden die Handlung des ersten Buches.


      [Larry Niven Wiki]


      [Ringwelt Amazon]


      Die Reihe besteht aus drei Büchern:
      Ringwelt, Ringwelt Ingenieure und Kinder der Ringwelt. Es gibt jedoch einige weitere Bücher in denen sich Niven auf
      das Ringwelt Universum besinnt und seine Geschichten hier Ansiedelt. So erfahren wir mit der Zeit mehr über die geheimnisvollen Puppetiers und ihre Beweggründe.
      Ebenso wird in weiteren Romanen mehr über die Rasse der K`zinti berichtet.
      Außer von Larry Niven selber wurde die Idee einer Ringwelt von vielen Schreibern aufgegriffen. Vielen Spielern ist Halo ein Begriff. Auch Perry Rhodan hat einige seiner
      Abenteuer auf einer Ringwelt bestanden. Diese Idee hat sich mittlerweile als konstruktiver Bestandteil des Genres etabliert.


      Der Stiel in dem die Bücher geschrieben sind läst auf die Zeit schließen in der sie entstanden. Die 60´ und 70er Jahre des vorigen Jarhunderts unterlagen den Einflüssen
      der damals starken Jugendkultur. Entsprechend wird die Umwelt von Luis Wu beschrieben. Dies mag nicht jeden ansprechen der jünger ist. All jene jedoch die sich auf
      Nivens Schreibstiel einlassen könnnen erleben ein phantastisches Abenteuer.


      Die Bücher der Ringwelt erhalten von mir auch wegen des Einflusses, den sie auf die SF hatten eine 7 auf der zehnstelligen Skala.


      Viel Spass beim
      ausprobieren.


      bis bald Bücherwürmer
      Jannick
      :stud
      Manche schweigen nicht weil sie nichts zu sagen hätten
      Sondern weil sie die Erfahrung gemacht haben
      Das eine gebrüllte Meinung mehr wiegt
      Als eine geflüsterte Warheit
    • Hallo Ihr Lieben, ich nehme an Ihr schwirrt gerade durch die Welten von ESO : Morrowind, ich wünsche Euch dabei viel Vergnügen & möchte Euch das Buch
      GRAY von Leonie Swann vorstellen, es handelt sich um einen Krimi, der in einem Cambridge College in England spielt. Die zentrale Figur ist der Graupapagei GRAY, der nach dem Tode seines Herrn für Verwirrung bei den Bediensteten sorgt & zügig, aber unfreiwillig "adoptiert" wird, der Roman ist, wie ich finde kurzweilig & unterhaltsam geschrieben & kann auch mit Unterbrechungen gelesen werden.

      Liebe Grüße & viel Spaß beim Lesen & Spielen

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Durmac ()

    • Ein Papageien-Krimi.... :lol

      Danke, Durmac, für den Lesetipp! :thumbup
      Es erinnert mich an einen anderen Krimi von Leonie Swann - "GLENKILL" - ein Schafskrimi. :schaf
      Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie das funktionieren sollte - ein Kriminalroman mit Schafen. Aber als ich das Buch las, wurde es 1. immer spannender und spannender und war 2. so voller Humor und Überraschungen! Ein toller, wenn auch ungewöhnlicher Krimi.

      Schön, dass es Bücher gibt.... :stud
      . . . . . . Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist,

      ... und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.

      (Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen)